Montag, 17. Januar 2011

Gaaanz langsam wird's wieder.

Wie schon vermutet, durfte ich am Samstag (15.01.) wieder nach Hause.
Diesmal bin ich aber nicht mit dem Zug gefahren. Ich wollte der frischen OP-Wunde am Rücken nicht das Heben meiner Reisetasche zumuten.
Die Fahrt mit dem Auto hätte aber auch nicht länger dauern können. Thomas, der mich abholte, ist schon extra zügig gefahren. Mit dem Zug wäre das wirklich nicht gut gewesen.
Frisch zuhause angekommen, hielt ich es auch nicht lange im Wohnzimmer aus, und zog mich frühzeitig in mein kuscheliges Bett zurück. Hier schläft sich doch wirklich am besten. Durch die tolle Tempur-Matratze hatte ich auch ganz schnell keine Schmerzen mehr in den Hüftgelenken.
Allerdings war ich ganz schön kurzatmig. Dazu kam ein kräftiges Druckgefühl unterhalb des Brustbeins. Das machte mir etwas Sorgen (im Bild gelb eingezeichnet).
Ich darf natürlich nicht vergessen, dass ich die Tage im Krankenhaus überwiegend in liegender Position verbracht habe, und die Operationen schließlich auch nicht ohne Blutverlust vonstatten gingen. Alleine in den Redonflaschen haben sich nach der OP noch ein großes Wasserglas voll angesammelt.
Inzwischen hat sich mein Fitnesszustand wieder etwas gebessert. Draußen frische Luft schnappen und mehr Bewegung haben da schon geholfen.
Trotzdem ist natürlich diese Anspannung vorhanden.
In der rechten Bauchdecke habe ich wieder einen neuen Knoten ertastet (rot eingezeichnet), und der große, noch am Rücken verbliebene, ist auch größer geworden. Dazu habe ich festgestellt, dass meine linke Brust vergrößert ist. Einen Knoten kann ich da aber nicht tasten.


Aber zwischen den Operationen brauche ich auf jeden Fall meine Ruhepausen. Das merke ich schon.
Jetzt heißt es abwarten und zeitnah die richtigen Metastasen zur OP auswählen.
Am Mittwoch gehe ich erst mal zum Verbandwechsel zum Hausarzt. Mir gehen nämlich meine Pflaster aus.
Am Freitag sollen dann die Fäden gezogen werden.
Dann kann ich endlich wieder von Kopf bis Fuß duschen und muss nicht auf irgendwelche Verbände Rücksicht nehmen.
Der nächste Krankenhausaufenthalt ist für Anfang Februar angedacht. Wann genau, werden wir noch beraten.

Freitag, 14. Januar 2011

Wieder ein paar Metastasen weg.

So schmerzlos wurden mir die Redondrainagen noch nie gezogen! Ein großes Lob an den Doktor der mir gerade die Dinger gezogen hat.

Tja, wie geplant bin ich am 11.1. wieder hier im Krankenhaus aufgeschlagen.  
Am Mittwoch wurde ich dann operiert. Diesmal mussten die Metastasen im linken Gesäßmuskel und an der rechten Schulter dran glauben. Die Operation ist gut verlaufen. Wobei sich die am Gesäß etwas schwieriger gestaltete. Da waren einige Gefäße und Nerven nah dran. Aber ich habe keinerlei Sensibilitätsstörungen.

Mal schauen, was Professor P. heute noch sagt. Ich rechne mal damit, dass ich morgen oder spätestens am Sonntag wieder nach Hause darf.

Dienstag, 4. Januar 2011

Heute geht's heim!

Eigentlich war ja geplant mich noch diese Woche auf die Chirurgie zu verlegen um mich dort gleich weiter operieren zu können.
Doch die Ärzte haben sich untereinander abgesprochen und entschieden, dass die letzte OP schließlich kein Pappenstiel war, um gleich eine weitere Operation hinterher zu schieben.
So sind wir überein gekommen, dass ich etwa am 10. Tag nach dieser OP zum Klammerentfernen wieder hier her komme und dann da bleibe.
Das wäre ein Kompromiss.
Jetzt warte ich nur noch auf die Visite und das endgültige OK das Haus verlassen zu dürfen.
Dann werde ich mir das nächstmögliche Bahnticket in Richtung Heimat besorgen, und ab geht es.

Montag, 3. Januar 2011

Graphisch dargestellt

So nach und nach nehmen wir uns jetzt die Tumore vor. Wir müssen mit dem Messer nur schneller sein, als das Wachstum der Dinger.
Heute werde ich erfahren, wann wir uns den nächsten Knoten vornehmen. Das wäre dann der in der linken Gesäßhälfte.
Wenn alles gut läuft, kann ich vielleicht am Wochenende erst mal wieder nach hause.
Nach der Operation am 13.12. haben wir Tumormaterial zum Genchip-Test eingeschickt. Das Ergebnis lässt wieder hoffen. Mit den Daten wird versucht eine geeignete Therapie zu basteln.
Professor P. drückte das so aus: "Das zeigt, dass wir noch nicht alle Pfeile aus unserem Köcher verschossen haben."
Ziel ist es jetzt operativ die Tumorlast zu reduzieren. Sobald die Wunden verheilt sind, soll mit der medikamentösen Therapie begonnen werden.
Wir sind zwar nicht so optimistisch, dass wir uns davon eine komplette Heilung versprechen. Aber ein lohnenswertes Ziel wäre schon mal eine Eindämmung des Wachstums auf ein erträgliches Maß.

grün wurde inzwischen entfernt
(für größere Ansicht anklicken) 

Samstag, 1. Januar 2011

FROHES NEUES JAHR!

Wie schon vor zwei Jahren, so bin ich auch diesmal mit Redon-Drainage ins neue Jahr gerutscht.
Aber vorhin wurde sie gezogen. 20 cm Drainage hatten die in der Wunde verlegt. Zum Glück ziehen die das Teil ohne Vakuum. Bei den ganzen Nervenenden, die da sind.
Davor habe ich Schisser immer am meisten Angst. Aber ich habe die Prozedur, ohne einen Schmerzenslaut von mir zu geben, überstanden. *stolz* 

Um Mitternacht habe ich mit Christine telefoniert. Das ist schon komisch. Natürlich wäre ich am liebsten durch's Telefon geschlüpft. Aber soweit ist die Technik ja noch nicht.
Vor meinem Fenster haben sie zwei dieser neu zugelassenen Feuerwerksbatterien abgebrannt. Das war ganz nett.

Heute Morgen stand dann auf meinem Frühstückstablett dieser kleine Glücksbringer.

Als ich vorhin noch am Dienstzimmer vorbei geschaut habe, hat mich die Schwester mit zum Tischfeuerwerk gebeten. So haben wir noch schnell mal einen Knaller los gelassen.

Jetzt bin ich wieder auf meinem Zimmer und warte auf einen Chirurgen, der sich die Wunden von der letzten OP anschaut. Da sind noch ein paar Fäden zu ziehen.
Professor P. hat mich gestern auch wieder auf dem Handy angerufen. Er hat tatsächlich mal über Silvester keinen Dienst. Aber am 2. Januar kommt er wieder bei mir vorbei um die nächsten Schritte zu besprechen.